Spürbar anders

Die Menschen machen den Unterschied.

Sparkassen sind seit jeher besonders und mehr als eine Bank. Gegründet von Bürgern für Bürger verbindet die Menschen in Niedersachsen seit über 200 Jahren eine enge Beziehung zu den Sparkassen, die weit über den ursprünglichen Gründungsgedanken der Existenzsicherung hinausgeht. Damit unterscheiden sich Sparkassen in ihrem Wesen von anderen Kreditinstituten.

Bis heute stehen die einstigen „Ersparungscassen“ für die vielfältige Unterstützung ihrer Region und der dort lebenden Menschen. Die regionale Verbundenheit ist wichtiger Bestandteil des erfolgreichen Geschäftsmodells, das maßgeblich vom Engagement der Mitarbeiter vor Ort geprägt wird. „Hinter dem Zahlenwerk einer Sparkasse stehen immer auch Menschen“, betont Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen. Die regionale Verbundenheit und der Einsatz der Mitarbeiter machen für ihn die Sparkassen zu besonderen Kreditinstituten.

Bei den Sparkassen steht die Nähe zum Kunden im Mittelpunkt. Die Beziehung zwischen Berater und Kunde wächst dabei meist über viele Jahre und beginnt häufig bereits im Kindesalter. Oft bleiben die Kunden ihrer Sparkasse ein Leben lang verbunden. Für den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Emsland und Landesobmann der niedersächsischen Sparkassen, Ludwig Momann, macht eben diese spezielle Beziehung die Sparkassen aus.

Das Engagement der Sparkassen in der Region wird auch von den Mitarbeitern gelebt. Dieses geht oft weit über den beruflichen Kontext hinaus. Günter Distelrath, Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenverbandes Niedersachsen, fasst den Unterschied zwischen Sparkassen und Banken damit zusammen, dass Sparkassen und ihre Mitarbeiter für die Menschen vor Ort greifbar sind.

Ob regionale Verbundenheit, spürbare Kundennähe oder das persönliche Engagement der Mitarbeiter - bei Sparkassen sind Menschen für Menschen da. Was dabei entstehen kann, zeigen drei alltägliche und gleichzeitig besondere Geschichten aus Niedersachsen.

Wir kommen aus Osnabrück, wir tun etwas für Osnabrück.


Schülerpraktikanten sind bei der Sparkasse Osnabrück nicht ungewöhnlich. Ein Praktikant hat bei der drittgrößten niedersächsischen Sparkasse allerdings einen ganz besonderen Eindruck hinterlassen. Es ist die Geschichte des schwer erkrankten vierzehnjährigen Claudio, der die Mitarbeiter der Sparkasse Osnabrück mit seiner Lebensfreude nachhaltig beeindruckte.

„Die Zeit mit Claudio war für uns alle eine bereichernde Zeit”, erzählt Christian Serk, der Claudio während seines dreiwöchigen Schülerpraktikums in der Abteilung Botendienste, Lager und Druck betreute. Er bekommt eine leise Stimme, wenn er von seinem jungen Praktikanten spricht. „Claudio war in jeder Hinsicht besonders. Er sitzt seit einem Jahr in einem Rollstuhl; das zeigt wie weit fortgeschritten seine Krankheit bereits ist. Trotz dieser gravierenden Einschränkung war er jeden Tag, den er bei uns war, lebenslustig. Das war wirklich sehr beeindruckend”, so Christian Serk.

Christian Serk ist glücklich, dass er und seine Kollegen drei Wochen für Claudio da sein konnten – und er für sie.

Das unterstreicht auch Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück: „Claudio zeigt, dass jemand, der es nicht leicht hat im Leben, doch eine Chance bekommt und dass er mit uns Dinge erlebt, die er vielleicht sonst nicht gesehen hätte und dadurch selbst etwas erfährt, aber wir auch ganz viel von ihm erfahren haben.“

Das Praktikum von Claudio ist für Christian Serk auch Ausdruck für die besondere regionale Verwurzelung der Sparkasse Osnabrück.

Johannes Hartig ist vom besonderen Engagement seiner Mitarbeiter beeindruckt: „Man erkennt, dass ganz viel Herzblut in der Arbeit steckt. Dieses Herzblut macht es möglich, dass Dinge passieren, die sonst nicht ohne Weiteres möglich wären.“ Kunden spüren dieses ehrliche Interesse – die Bereitschaft, Nähe zuzulassen.

Ihr könnt euch auf uns verlassen.


Franz Könner ist seit vielen Jahren als Kundenberater bei der Sparkasse Nienburg tätig. Der Kontakt mit Menschen und die Möglichkeit zu helfen, sind zwei wesentliche Gründe, weshalb er gerne bei der Sparkasse arbeitet. Mit seinen Kunden wohnt Franz Könner Tür an Tür. Zu ihnen hat der Kundenberater über die Jahre ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut.

Dass sich diese Nähe auszahlt, zeigt die Geschichte einer 76 Jahre alten Seniorin. „Mir waren Barabhebungen aufgefallen, die sonst nicht in das Schema meiner langjährigen Kundin passten“, so Franz Könner. Da habe er die Kollegen gebeten, ihn bei der nächsten Auffälligkeit einzuschalten. Als sich seine Kundin in der Filiale erneut eine große Summe Bargeld auszahlen lassen will, sucht Franz Könner das Gespräch mit ihr: „Ich habe gespürt, dass etwas nicht stimmen kann, daher habe ich die Auszahlung abgelehnt.“ Der Eindruck von Franz Könner bestätigt sich schnell. Es stellt sich heraus, dass die Seniorin von Betrügern unter Druck gesetzt wird. Dank seines beherzten Einsatzes hat Franz Könner sie vor einem größeren finanziellen Schaden bewahren können. Für den Kundenberater ist sein Verhalten selbstverständlich. Für ihn steht fest, dass er jederzeit wieder so handeln würde.

„Im Vergleich zu anderen Kreditinstitutsgruppen macht die Verbundenheit und die Kundennähe den wesentlichen Unterschied aus“, sagt Winfried Schmierer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Nienburg. „Das Miteinander mit unseren Kunden äußert sich nicht nur im geschäftlichen Umgang, sondern geht bis in den privaten Bereich.“

Die enge Verbindung zu seinen Kunden ist Franz Könner besonders wichtig: „Ich kenne die Menschen, die Menschen kennen mich. Wir können uns gegenseitig einschätzen.“ Seine Haltung fasst er in einem Satz zusammen: „ji kunt jo op uns verloten, oder für alle, die kein Plattdeutsch sprechen, ihr könnt euch auf uns verlassen.“

Diese Nähe ist die Basis für langfristige Kundenbindungen. Manche Beziehungen halten ein Leben lang. „Durch unsere regionale Anbindung wissen wir Dinge von unseren Kunden, die andere nicht wissen. Dieses Wissen ermöglicht es uns auch, Schaden zu verhindern,“ sagt Winfried Schmierer. Den Erfolg seiner Sparkasse führt er auch auf das große Engagement seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zurück.

Es ist ein Gefühl, das wir vermitteln.


Sparkassen engagieren sich im besonderen Maße für ihre Region. Dass dieses Engagement auch von den Mitarbeitern gelebt wird, zeigt die Geschichte von Güthan Kaplan aus Göttingen. Als er sich für eine Ausbildung bei der Sparkasse Göttingen entscheidet, ist er dort bereits seit vielen Jahren Kunde. Für ihn machen viele kleine Dinge den Unterschied. Vor allem aber ist das soziale Engagement der Sparkassen für Güthan Kaplan besonders: „Es ist ein Gefühl, das wir vermitteln. Die Menschen spüren das.“

Als es im letzten Jahr darum ging, sich selbst persönlich zu engagieren, zögert Güthan Kaplan nicht lange. Es ist die Zeit, in der viele Flüchtlinge in Deutschland Sicherheit suchen. Gemeinsam mit anderen Auszubildenden der Sparkasse Göttingen ruft Güthan Kaplan kurzerhand eine Hilfsaktion ins Leben und organisiert eine Kinderbetreuung für eine Flüchtlingsunterkunft. Es geht nicht um finanzielle Leistungen, sondern darum, geflüchtete Familien zu unterstützen, Freundschaften zu schließen und Hoffnung zu geben.

Das Eis ist schnell gebrochen. Die Kinder lernen sich auf Deutsch zu verständigen und auch ihre Eltern gewinnen immer mehr Vertrauen. Das liegt ganz besonders an Güthan Kaplan. Er kann dolmetschen und bindet seine eigene Familie in das Projekt ein.

Vier Monate unterstützen die Göttinger Auszubildenden die Familien in der Flüchtlingsunterkunft. Sie spielen mit den Kindern, geben wertvolle Hilfestellungen und unterstützen die Eltern. Für Güthan Kaplan ist dieses persönliche Engagement eine Selbstverständlichkeit.

Besonders für die Sparkasse Göttingen findet er anerkennende Worte: „Wir hatten die volle Unterstützung unserer Vorgesetzten. Die Sparkasse hatte die Möglichkeit und die Kapazitäten zu helfen, die Flüchtlinge brauchten die Unterstützung, das war der springende Punkt.“

Für Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, ist es entscheidend, dass sich seine Mitarbeiter aus eigenem Antrieb engagieren: „Der Vorstand kann unheimlich viel vorgeben. Aber entscheidend ist, wenn die Mitarbeiter es von sich aus tun, es glaubhaft und ehrlich ist. Diese Ehrlichkeit spüren die Menschen. Das Wichtigste für uns alle sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Auf sie können wir sehr stolz sein.“

Güthan Kaplan und seine Mitauszubildenden haben gezeigt, dass mit persönlichem Engagement viel erreicht werden kann. Häufig sind es die kleinen Dinge im Leben, die den Unterschied machen, sagt Rainer Hald.

Es geht auch um den Menschen und nicht nur sein Konto.


Sparkassen sind besondere Kreditinstitute. Diese Besonderheit wird maßgeblich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. Der menschliche Umgang, die spezielle Bindung zu ihren Kunden und ihr persönliches Engagement machen den Unterschied aus. Es sind alltägliche Geschichten wie die von Christian Serk, Franz Könner oder Güthan Kaplan, die diese Überzeugung erkennen lassen.

Das besondere Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Kunden ist auch Ausdruck für das Vertrauen, das die Kunden ihren Sparkassen seit mehr als 200 Jahren entgegenbringen. Das ist, was Sparkasse ausmacht. „Gerade in der Zeit, in der der Beruf des Bankers nicht mehr so en vogue ist, zeigen die Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue, dass sie Initiative haben, dass sie hinter diesem Berufsbild stehen und es auch mit Freude machen“, sagt Ludwig Momann. Sparkassen sind mehr als eine Bank. Das beweisen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen jeden Tag.